3D-Druck & Reparatur

DARUM GEHT´S

Der Berg an Elektroschrott wächst von Jahr zu Jahr (23 kg/deutschem Kopf/Jahr (Quelle: statista.com, 2016)), auch weil für viele Geräte keine passenden Ersatzteile zur Verfügung stehen oder diese nur schwer oder zu unverhältnismäßig hohen Preisen zur Verfügung stehen. Mit Hilfe von 3D-Druck ist es jedoch möglich, einen Beitrag zur unabhängigen gewerblichen und privaten Reparatur zu leisten, indem einfache Ersatzteile zu erschwinglichen Preisen hergestellt werden können. Meist handelt es sich dabei um Funktionsteile wie Knöpfe, Haken, Zahnräder oder individuelle Gehäuseteile aus Kunststoff.

AUS AKTUELLEM ANLASS
3D-Druck in Zeiten von Corona

Die 3D-Druck-Community ist aktiv und nutzt ihre Ressourcen um der Ausbreitung von COVID-19 ihrerseits etwas entgegenzusetzen.
Eine gute Übersicht über aktuelle Aktivitäten auf diesem Gebiet findet ihr auf der Sonderseite von 3druck.com/coronavirus.

Matchmaking
Hier geht es darum Leute mit 3D-Druck-Kapazitäten und diese, die Ressourcen benötigen zusammenbringen: 3druck.com/covid-19-response.
Auch hier ist Matchmaking Programm – zusätzlich gibt es laufende online-Meetings zur Koordination von Angebot und Nachfrage und der ganz pragmatischen Umsetzung. mobilitygoesadditive.org/coronavirus

WER WIR SIND

Wir sind zwei Industiedesignerinnen mit einem Schwerpunkt auf nachhaltiger Konzeption und Produktgestaltung, die für das Sustainable Design Center e.V. das Projekt „Wiederverwendung durch Reparatur stärken – Potenziale des 3D-Druck zur Ersatzteilbeschaffung nutzen“ initiiert und von Mitte 2017 bis Frühjahr 2019 durchgeführt haben. Nach Projektende haben wir das Thema Reparatur mit Hilfe des 3D-Drucks weiter verfolgt und sind nun im Rahmen der unten beschriebenen Projekte aktiv. Für Fragen und Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung. Ihr erreicht uns unter:

Astrid Lorenzen astrid@3d-reparatur.de Hamburg
Anika Paape anika@3d-reparatur.de Köln

AKTUELLE PROJEKTE

Weiterführung der Idee mit dem Verbund Offener Werkstätten. In diesem Rahmen sollen weitere Workshops zur dauerhaften Vernetzung von Makern in offenen Werkstätten und Reparierenden geschaffen werden. Wer sich beteiligen möchte und als offene Werkstatt oder Reparatur Initiative am aktuellen Workshop-Programm teilnhemen möchte, um das Thema 3D-Reparatur bei sich zu etablieren, kann sich hier eintragen: https://www.offene-werkstaetten.org/seite/reparieren-verbindet

Zudem wird ein Aspekt, der sich als Hürde für die Umsetzung der 3D-Reparatur herausgestellt hat, auf EU-Ebene im Rahmen eines weiteren Projektes behandelt. Im Interreg Projekt SHAREPAIR, das ab 2020 über drei Jahre umgesetzt wird, soll eine Reparatur-Plattform entstehen, auf der es unter anderem möglich sein soll 3D-Ersatzteildateien, die bereits von anderen erstellt wurden, für Reparierende zugänglich zu machen. Damit soll der Zugang für alle Zielgruppen ermöglicht und der Ablauf der 3D-Reparatur vereinfacht werden.

ABGESCHLOSSENES PROJEKT

Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Materialien entstanden im Rahmen des Projektes »Wiederverwendung durch Reparatur stärken – Potenziale des 3D-Druck zur Ersatzteilbeschaffung nutzen «. Das Projekt wurde wurde als Verbändeförderprojekt vom Umweltbundesamt gefördert und vom Sustainable Design Center e.V. durchgeführt. Die Materialien sind unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY 4.0) frei zum Download verfügbar und sollen vielen Reparierenden den Einstieg in die Thematik ermöglichen.

Ziel des Projektes war es, die Nachhaltigkeitspotenziale additiver Fertigungsverfahren, also 3D-Druck, zu nutzen, um die Wieder- und Weiterverwendung von Alltagsgeräten zu fördern und damit Ressourcen zu schonen, die für die Produktion neuer Geräte benötigt würden.

Es wurden Menschen mit Know-how über die 3D-Drucktechnologie, die vor allem in Makerspaces und Fab Labs zu finden sind, mit Initiatoren von Repair Cafés und Reparaturbetrieben in Vernetzungs-Workshops zusammengebracht. Dabei konnten Hürden für die 3D-Reparatur, aber auch Best Practices identifiziert werden.

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgte auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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